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An gute Bauvorlagen,
Zeichnungen oder skalierbare Abbildungen ist gar nicht so leicht
heranzukommen. Lokomotiven, das geht. Aber bei Personenwagen?
Außerdem sollte der Zukünftige nicht zu lang sein. Schließlich soll
er mit kleinen Radien vermählt werden.
Kurze Überlegung: In meiner
Jugend, na ja, oder Mittelalter,
da gab es doch diese schönen Rivarossi-Donnerbüchsen.
Nach diesem Entschluss
ging es dann eigentlich relativ schnell. |
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Prinzipskizze: Donnerbüchse Spur 0
für Spur 1 |
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Wagenbau ohne große
Recherche: Der hier soll als Vorbild dienen,
eine Spur 0 Donnerbüchse von Rivarossi.
Dank einer Leihgabe eines
Modellbahners, meine Spur 0 existiert nicht mehr, waren die
Vorarbeiten schnell erledigt.
Maßzeichnung für Spur 1:
Schnell ist natürlich relativ.
Mal 1,406 dauert eine Sekunde. Messen, noch mal messen, dann noch
einmal,
Taschenrechner, alles x1,406 - das geht fix.
Aber bei jeder Zahl.
Dann nur noch zeichnen. Dann nur noch die Fräsdateien. Dann nur
noch die Platten mit Klebeband befestigen.
Wer kocht denn Kaffee in der Zwischenzeit und überwacht den
kleinen Fräser?
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Nach ca. 2 Tagen
standen die prinzipiellen Konstruktionszeichnungen. Ein Großteil ist
auch schon fräsengerecht gezeichnet.
Früher bedurfte es keiner Überlegung: Vorgezeichnet in Blei, dann
Reinzeichnung in Tusche.
Mittlerweile habe ich mich an die
etwas bunten Zeichnungen schon gewöhnt und denke und zeichne oft schon
in "Fräsebenen", sprich, ich ordne Linien in einer Ebene die gleiche
Farbe zu. Meist mache ich das aber erst im Nachgang, wenn die
Hauptkonstruktion steht. |
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Das ist die
Bodenplatte der Donnerbüchse. Ein paar Zentrierbohrungen ohne
direkten Nutzen,
denn der Wagenboden besteht aus 2 nachträglich zusammengeklebten
2mm Platten. An der rechten Seite sieht man deutlich
rechteckige Aussparungen für das Einklippen der Karosse.
In der unteren Platte sind über die
Gesamtlänge unten 2 eingefräste Nuten. Sie dienen der passgenauen
Führung der Langsträger, die dann durch Aufkleben eines schmalen
Streifens zum
U-Träger erweitert werden. |
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Der Wagenboden von
unten.
Die Längsträger sind schon ohne
erneut messen zu müssen eingeklebt, auch die Halter für die
Trittstufen und die Trittstufen selbst. |
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2 Stunden Fräszeit
für eine Seite. Was die wenigsten erkennen:
Ich überwache die gesamte Fräszeit mit Argusaugen die
Fräsersitze.
Setzt sie sich zu, dann dauert es keine 5 Sekunden und die gesamte
Fräszeit, das Werkstück und eventuell auch der Fräser sind im
übertragenen Sinne und auch real im Eimer.
Der 1,5mm Fräser zieht geduldig seine
Bahnen
mit ca. 0,2mm Abstand zueinander. Das dauert.
Die Polystyrolplatte ist
vollflächig
mit doppeltem Klebeband auf den Untergrund geklebt, damit die
hebende Kraft des Spiralfräsers
die Platte nicht anheben kann. Unmittelbar zuvor wurde der
Untergrund
erneut mit einem Holzfräser
großen Durchmessers planiert, um absolute Ebenheit zu
gewährleisten. Danach muss man den Kleber wieder loswerden,
das ist einfach gesagt, schwer getan. |
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Die Konstruktion des
Wagenkastens
basiert auf einem Spantensystem.
An der Unterseite sieht man die
nachträglich aufgeklebten kleinen quadratischen kurzen Stäbchen für das
Klipp-System, um den Wagenkasten mit der Bodengruppe ohne
Schrauben verbinden zu können.
Die Öffnungen in den Spanten weisen
Kabel für mögliche Beleuchtung den Weg. |
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Der nun richtig herum
stehende Wagenkasten.
Die noch zu fräsenden Stirnseiten
müssen noch auf die jeweils letzten Spanten aufgeklebt werden. Die
Spanten sind um die Materialstärke der Stirnseiten gegenüber den
Seitenwänden zurückgesetzt. |
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Der fast fertige
Wagenkasten wird zur ersten Anprobe auf den Wagenboden gelegt. Ob
alles passen wird? |
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Der Wagenboden der
Donnerbüchse wird durch vorsichtiges
Spreizen der Seitenwände eingeklinkt.
Chef, hast du nicht endlich wieder
eine Aufgabe für uns? |
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OK, habe
ich.
Also ihr baut diese
Geländer an die neuen Donnerbüchsen an und einer von euch fährt
derweil meinen Wagen vor. |
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Los, macht
euch an die Arbeit! |
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Chef, die
Geländer sind dran, und der Wagen steht auch draußen. |
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Hey, was
soll das! |
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Chef, wir
machen jetzt Feierabend. |
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Dir
haben wir ein paar Blumen auf den Balkon gestellt! |
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Hey, kommt
zurück, spinnt ihr denn total? |
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Grübel,
grübel,
würde in Comics stehen. |
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Das
Problem wird hausintern geklärt. |
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Ja.
Außerdem hatten sie
foto- und filmtaugliche Handys dabei. Warum???
Die Kupplung.
Sie wurde ausgespäht. |
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